Kaum ein Beruf ist derzeit so gefragt wie der des Softwareentwicklers. Damit der Einstieg in die IT-Branche gelingt, gibt es bei uns ein ganz spezielles Angebot – das Young DevOps Programm. Es kombiniert Praxis, Theorie und persönliche Weiterentwicklung miteinander. Wie genau diese Softwareentwickler-Ausbildung ausschaut, erklären euch Basti, Ben, Stefan und Niklas.

Basti und Ben, ihr seid Teamleiter und Ausbilder für die Bereiche Software Development und Systemadministration. Wie ist das Young DevOps Programm als Ausbildung für Programmierer entstanden?

Basti: In der Vergangenheit war es bei uns so, dass der Azubi relativ schnell in das Projektgeschäft übergegangen ist. Du als Softwareentwickler warst dann direkt dem Projektleiter oder dem Service Manager unterstellt. Das hat kurzfristig gesehen den Vorteil, dass du eine steile Lernkurve hast, weil du ins kalte Wasser geschmissen wurdest. Auf lange Sicht hast du aber weder einen klaren Team-Gedanken noch umfassende Kenntnisse, die über das einzelne Projekt hinausgehen. So kann es passieren, dass du nur mit HTML oder PHP gearbeitet hast. Dann bist du nach drei Jahren immer noch auf demselben Niveau, eben weil du nie an einem größeren oder komplexeren Projekt arbeiten durftest. Das ist zurzeit noch in vielen Firmen der Fall. Diesem Umstand wollen wir mit unserem Programm entgegenwirken.

Was ist denn das Ziel der Ausbildung?

Ben: In den letzten zehn Jahren hat sich das Bild vom typischen Systemadministrator stark gewandelt. Infrastrukturen wachsen, immer mehr Schnittstellen müssen bereitstehen, um Strukturen zu deployen und so weiter. Dadurch muss auch in der Systemadministration, ich sage mal in Anführungszeichen, viel programmiert oder geskriptet werden. Das schlägt sich ebenfalls auf der anderen Seite nieder. Durch die komplexeren Umgebungen ist im Development viel technisches Hintergrundwissen gefragt.
Das ist, denke ich, das Primärziel dieser Ausbildung: Dass wir die jungen Menschen bestmöglich darauf schulen, sich in dieser neuen IT-Welt, die aus Dev und Ops besteht (Anm. d. Red.: kurz für Developer und IT Operators), zurecht zu finden.

Ihr macht die Azubis also fit für eine Schnittstellen-Position in der Webentwicklung?

Basti & Ben

Basti: Wir machen sie generell fit für den Arbeitsmarkt. Die Anforderungen seitens unserer Kunden bzw. generell im Markt haben sich verändert. Wir wollen den jungen Menschen in diesen drei Ausbildungsjahren eine praxisnahe Ausbildung bieten, damit sie für das Berufsleben gewappnet sind.

Das heißt, dass das Young DevOps Programm eine Ausbildung für Entwickler und Fachinformatiker gleichermaßen ist. Kann ich dann nach meinem Abschluss in beiden Bereichen arbeiten oder muss ich mich schon während der Ausbildung spezialisieren?

Ben: Du könntest auf jeden Fall gewisse Grundtätigkeiten im jeweils anderen Bereich machen, aber eine wirkliche Fachkraft bist du nur in deinem gewählten Ausbildungsbereich: Systemadministration oder Softwareentwicklung. Aber du hast den Vorteil, dass du das Wissen aus beiden Seiten mitnimmst. Somit kannst du im Berufsalltag an die entsprechenden Abteilungen gezielter kommunizieren. Das ist wichtig, gerade weil man in diesen beiden Abteilungen sehr eng zusammenarbeiten muss.

Wie sieht die Softwareentwickler-Ausbildung genau aus?

Basti: Der Azubi fängt in den ersten Wochen an, die PHP-Basics und HMTL-Grundlagen zu erlernen. Ziel ist es, einen Onlineshop mit Demo-Funktionalitäten wie Listenseiten, Produktdetailseiten in mehreren Sprachen oder einem Warenkorb-Dummy zu entwickeln. Diese erste Zeit zeigt den Azubis die Fülle an Standardfunktionen eines klassischen Onlineshops auf, aber auch wie weit die Programmierung gehen kann.

Das heißt, in der ersten Zeit geht es vor allem darum, Wissen aufzubauen. Der Start in die Praxis erfolgt dann Schritt für Schritt?

Basti: Genau. Sobald du über die nötigen Kompetenzen verfügst, wirst du schrittweise im Projektgeschäft mitarbeiten. Das ist natürlich davon abhängig, wie lernbereit und wie motiviert jemand ist. Soll heißen: Wie schnell kann er sich in die Thematik einarbeiten und das Gelernte auch umsetzen. Je nachdem wie viel fachliches Vorwissen man entsprechend mitbringt, geht dies schneller oder dauert etwas länger.

Wie läuft die Ausbildung im Gegensatz dazu in der Systemadministration ab?

Ben: Momentan ist es so.

  1. Lehrjahr: Die jungen Sysadmins (Anmerk. d. Red.: kurz für Systemadministratoren) beschäftigen sich vor allem mit dem Benutzer-Support. Das ist hauptsächlich im Haus rumlaufen und den Kollegen am Desktop helfen. Aber es geht dann schnell dazu über, auch auf dem Windows-Server Sachen nachzukonfigurieren oder einzustellen.
    Wir wollen in dieser Zeit den Azubis die Scheu vor dem Kundenkontakt nehmen. Gleichzeitig lernen sie so ein paar grundtechnische Bereiche kennen. Denn auch im Desktop-Support ist eine Schnittstelle vorhanden, und hinter dieser Schnittstelle liegen komplexe Infrastrukturen.
  2. Lehrjahr: Jetzt geht es in Richtung Linux. Darüber hinaus üben sie komplexe Rechenzentrumsstrukturen aufzubauen und zu warten. Die Auszubildenden bekommen kleine Projekte, die sie selber machen können. Hintergrund dabei ist, bestimmte Technologien zu schulen.
  3. Lehrjahr: Im letzten Jahr möchten wir sie aktiv im Kunden-Support einsetzen und bei größeren Rechenzentrumsarbeiten und dergleichen miteinbinden.
Young DevOps

Was heißt das jetzt konkret?

Stefan: Man lernt was über Telefonanlagen, über Windowssysteme. Man lernt die Tücken kennen, also welche bekannten Fehler es in den einzelnen Anwendungen gibt. Man hat, wie Ben bereits gesagt hat, viel Spaß mit den Linux-Systemen.

Das hört sich ja spannend an. Was ist denn eurer Meinung nach der Unterschied zu anderen Ausbildungen in diesen Bereichen bzw. Berufen?

Niklas: Dass hier so eine persönliche und sympathische Atmosphäre herrscht. Also man kann jeden ansprechen, auch den Chef. Es wird eine ganz flache Hierarchie gelebt.

Basti: Wir versuchen auch, den Ausbildungsplan bestmöglich in der Praxis umzusetzen. Wir haben einen Abgleich gemacht, mit dem, was die IHK in beiden Ausbildungsberufen fördert und welche Anforderungen der Markt an die zukünftigen Fachkräfte stellt. Das heißt, neben dem schulischen Aspekt liegt das Hauptaugenmerk auf dem Sammeln von Praxiserfahrung. Das geschieht in Form von Vorträgen, in denen sich die Azubis gegenseitig schulen. Der Wissenstransfer erfolgt außerdem mit kleinen Projekten, durch Workshops und die Rotation innerhalb der Teams.

Stefan: Der Vorteil ist, man ist überall mit drin. Man kriegt viel mit. Man lernt das Googlen: Also, dass man Lösungsansätze in einer relativ kurzen Zeit findet und dann auch eigenständig umsetzt.

Ben: Dadurch, dass wir eine große interne Infrastruktur haben und gleichzeitig auch Kunden-Hosting machen, was eigentlich eine ganz andere Sparte ist, bekommst du so viel Input. Das hat den Vorteil, dass Auszubildende unzählige Technologien erklärt bekommen. Aber wir zeigen ihnen auch, welche Möglichkeiten sie haben, sich zu spezialisieren und zu qualifizieren.

Was muss ein Bewerber mitbringen? Worauf legt ihr Wert?

Basti: Wünschenswert ist es, wenn er schon die ersten technischen Erfahrungen gemacht hat. Also, dass man z. B. schon einmal was Kleines programmiert hat. Oder, dass man weiß wie HTML und PHP funktioniert. Entscheidender sind für uns jedoch Soft-Skills und Motivation. Die Azubis müssen Wissensdurst und Lust, sich aktiv weiterzubilden, mitbringen.

Ben: Mir ist wichtig, dass du ein offener Mensch bist, der bereit ist, Leistung zu bringen, um von uns im Gegenzug eine solide Ausbildung zu erhalten. Wir suchen also jemanden, der auch Bock darauf hat, mit komplexen Technologien zu arbeiten. Das ist viel wichtiger als irgendwelche Schulnoten.

Wissensaustausch Young DevOps

Niklas nickt beipflichtend. Du bist gerade mitten drin im Young DevOps Programm. Erzähl doch mal, wie ist es so für dich nach den ersten Wochen?

Niklas: Ziemlich cool. Ich hatte davor noch gar nichts mit PHP zu tun. Ich studiere Medieninformatik an der Hochschule der Medien in Vaihingen. Und wir müssen im fünften Semester ein Pflichtpraktikum absolvieren. Durch die Arbeit bei und mit NETFORMIC habe ich bereits extrem viel gelernt.

Stefan, du bist über eine betriebliche Umschulung zu uns gekommen und hast das Programm bereits beendet. Aus Sicht des „Älteren“, wie empfindest du das Arbeiten?

Stefan: Es gab anstrengende Tage. Es gab lustige Tage. Es gab sehr lehrreiche Tage. Nach meiner Zeit als Azubi kenne ich mich in jedem Bereich ein bisschen aus. Ich lerne auch nach dem Abschluss immer weiter. Es ist schön, dass mir die Möglichkeit gegeben wird, mein Wissen zu erweitern. So werde ich im Moment fit gemacht, um in den Bereitschaftsdienst zu wechseln. Und ja, es macht mir nach wie vor Spaß.

Ben: Das ist ja der Vorteil von so einem internen Ausbildungsprogramm. Es geht nicht nur darum auszubilden, sondern wir ziehen uns damit aktiv unseren Nachwuchs heran. Der verfügt dann über genau die Skills und die Spezialisierungen, die wir im Unternehmen brauchen. Gerade deswegen ist es wichtig, wenn jemand übernommen wird und er hat eine Affinität zu etwas, dass wir ihn in diese Richtung weiter fördern.

Das Young DevOps Programm kann flexibel gestaltet werden. So ist der Einstieg möglich über:


  • Berufliche Weiterbildung oder Umschulung
  • In Form eines Praxissemesters
  • IHK-Ausbildung
  • Als Trainee-Programm nach dem Studium

Würdet ihr beide, Niklas und Stefan, das Young DevOps Programm als Softwareentwickler-Ausbildung weiterempfehlen?

Niklas: Auf jeden Fall. Ich habe in so kurzer Zeit so viel gelernt. Das ging vorher in der Hochschule nicht so schnell.

Stefan: Das stimmt. Und wenn man motiviert dranbleibt, dann kann man sich, wie gesagt, viel Wissen einverleiben. Man muss halt die Bereitschaft zeigen, dass man genau das will.

Habt ihr vier zum Abschluss noch Tipps für zukünftige Bewerber?

Basti: Der- oder diejenige sollte im Bewerbungsgespräch einfach ganz normal sein. Habt auch keine Scheu, euch bei uns zu bewerben, auch wenn ihr denkt, es fehlen euch bestimmte Kenntnisse.

Ben: Was mir allerdings bei vielen Bewerbungen aufgefallen ist: Oft erzählen die Leute im Gespräch, was sie alles privat gemacht haben und du kommst aus dem Staunen gar nicht heraus. Aber in der Bewerbung steht das nicht drin (lacht). Also, auch wenn ihr privat irgendwas IT-mäßiges gemacht habt, der kleinste Firlefanz, schreibt es bitte mit rein.

Stefan: Am Ende meines Gesprächs haben wir uns damals über Command & Conquer und Age of Empires unterhalten.

Ben (lacht): Siehste.

Niklas: Also keine Angst vorm Bewerbungsgespräch haben.

Ben: Richtig, braucht ihr nicht. Wir sind locker.

Vielen Dank für das Gespräch. Das waren Basti, Ben, Niklas und Stefan, die euch das Young DevOps Programm ans Herz legen.

Überzeugt? Dann starte deine Karriere bei uns. Die offenen Stellen für die Softwareentwickler-Ausbildung findest du in unserem Jobportal.
Informationen zu unseren Technologien und zum Aufgabenfeld der Fachinformatiker & PHP-Programmierer kannst du auf dieser Software-Übersichtsseite nachlesen.