• Unternehmen
  • Aktuelles
  • Persönliches
  • Ein kurzer Gedanke zu den Kosten im SMS-Netz
  • Ein kurzer Gedanke zu den Kosten im SMS-Netz

    Hat sich eigentlich schon mal jemand Gedanken gemacht, in welchem Verhältnis die durchschnittlichen Kosten für das Versenden einer SMS (angenommene 6 ct, was mir noch sehr gering vorkommt) anfallen?

    Ja, Nigel Bannister von der University of Leicester hat eine Vergleichsrechnung mit dem Datentransfer zum Hubble-Weltraumteleskop (kreist 590 km über unseren Köpfen durch das Weltall) aufgemacht.

    Hier die kleine, aber beachtenswerte Hochrechnung:
    Eine SMS mit 160 Zeichen entspricht 140 Bytes Datenmenge. Ein Zeichen entspricht 7 Bits, was dann bedeutet, dass ein Megabyte 7490 SMS entspricht. Wenn man sich das nun ausrechnet, entspricht das ca. 450 € für ein Megabyte Datentransfer.

    Sicherlich werden die Mobilfunkkonzerene nun sagen, dass es ja auch Funkverbindungen sind, die technisch aufwändiger und somit teurer sind.

    Aber, und jetzt kommts, Nigel Bannister hat in diesem Zuge bei der NASA angefragt, welche Kosten für einen Megabyte Datentransfer zum Weltraumteleskop anfallen. Laut NASA schlagen dort für ein Megabyte 11,10 € zu buche, zwar noch ohne Verwaltungs- und Personalkosten, aber selbst wenn wir für jeden Megabyte 100 € sonstiger Kosten draufschlagen, sind wir immer noch bei gerade mal einem Viertel der Kosten im SMS-Netz.

    Schon erstaunlich, oder? Und jeder weiß, dass man in ein Megabyte nicht so viel Inhalt packen kann. Nehmen wir doch mal an, dass YouTube durch sein Videoportal in Deutschland alleine ca. 1.000 Terabyte Traffic hat (keine Ahnung wieviel die wirklich haben), entspräche das hochgerechnet Traffickosten von ca. 471.859.200.000 €.

    Wäre es da nicht mal an der Zeit, auch hier die Preisschraube etwas nach unten zu drehen?

    Quelle: Heise

    Persönliches # , , ,
    Share: / / /

    5 thoughts on “Ein kurzer Gedanke zu den Kosten im SMS-Netz

    1. Wieso sollte da an der Preisschraube gedreht werden, so lange die Leute bereit sind, diese Preise zu zahlen? Das wird doch gerne so lange abgeschöpft, wie’s geht.

      Wobei ja schon kurios ist, dass massenweise 50 oder 100 Frei-SMS pro Monat in den Verträgen stehen (was für die meisten ja ne Flatrate bedeutet) und dennoch eine einzelne SMS in vielen Handy-Verträgen nach wie vor 19 Cent kostet.

      Deine 6 Cent im Beitrag kommen evtl. auch dadurch zustande, dass durch die vielen Frei-SMS die meisten SMS 0 Cent kosten. Jemand mit 50 Frei-SMS, der 60 verschickt und dafür je 19 Cent zahlt, zahlt ja im Endeffekt auch nur 1,90 EUR für 60 SMS, also 3,2 Cent pro SMS.

    2. Luke sagt:

      Hat mich echt gefreut den Beitrag zu lesen. Schreibt weiterhin so gute Themen. Danke.

    3. Tagesgeldkonto sagt:

      Interessante Rechnung. Dass solche Summen zusammen kommen, hätte ich allerdings nicht gedacht. Ich bin übrigens derselben Meinung wie Henning: Man wird so lange keine Kostensenkungen vornehmen, bis die Menschen von sich aus nict mehr bereit sind, zu zahlen.

    4. Timo sagt:

      Du hast natürlich Recht mit deinem Artikel – aber die Mobilfunkbetreiber möchten irgendwie auch noch etwas verdienen und das tun Sie derzeit hauptsächlich an Kunden, die SMS schreiben und senden!

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Archive